Das Damastmesser


Messer aus Damaszenerstahl gelten als etwas besonders und sind vor allem als Küchenutensil äußerst beliebt. Dabei zeichnen sich die Messer mit dem auffälligen organischen Muster vor allem durch ihre hohe Schärfe und Stabilität aus. Deshalb lassen sich aus Damast die unterschiedlichsten Messertypen fertigen.

Woher kommt das Damastmesser?

Vielfach wird davon ausgegangen, dass die Klingen mit dem speziellen Muster ihren Ursprung in Asien haben. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der Stahl bereits vor rund 2.500 Jahren in Europa verbreitet war, dabei kam er zunächst bei Waffen wie beispielsweise Schwertern zum Einsatz. Klingen aus Damast sollten vor allem hart und robust, aber gleichzeitig auch flexibel sein. Im antiken Rom waren solche Waffen ein Zeichen des Wohlstands. Erst im 15. Jahrhundert erwarben Klingen aus Damaststahl vor allem in Asien ihren Ruf als perfektes Küchenutensil.

Messer aus Damaszenerstahl sind sehr beliebt

Wie entsteht die Maserung des Damastmessers?

Die einzigartige Maserung der Messer entsteht während des Herstellungsprozesses, bei dem Stähle in verschiedener Härte zum Einsatz kommen. Die Mischung der verschiedenen Stahlsorten entscheidet, ob das Messer eher biegsam oder spröde ist. Der Stahl wird immer wieder gefaltet und übereinandergelegt. Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt. Da sich die Zahl der Lagen bei jeder Wiederholung verdoppelt, entstehen so schnell 100 Lagen und mehr. Da mit jeder Lage auch ein zusätzlicher Arbeitsaufwand verbunden ist, ist ein Damast-Messer umso wertvoller, je mehr Lagen es besitzt, vor allem dann, wenn es handgeschmiedet ist. Zum Schluss wird das Messer noch mit einem Säurebad behandelt. Erst dadurch kommt das typische Muster richtig zum Vorschein.

Welche Arten von Damaststahl gibt es?

Unterschieden wird grundsätzlich zwischen „wilden“ und industriell gefertigten Damastmessern. Bei „wildem“ oder klassischem Damast werden verschiedene schneidfähige Stähle verwendet und das Messer mit viel Handarbeit gefertigt. Das macht sie im Vergleich teuer. Deutlich günstiger sind dagegen die Messer, die aus industriell gefertigtem Damast bestehen. Hier besteht meist die Mitte aus schneidfähigem Stahl, damit das Messer stabil ist. Ummantelt wird der Kern links und rechts jeweils mit einer Schicht aus Damaststahl.

Wie wird ein Damastmesser geschärft?

Trotz der hohen Schnitthaltigkeit der Damastklinge muss auch ein solches Messer nach einiger Zeit nachgeschärft werden, weil es stumpf geworden ist. Doch bei Damastmessern gibt es beim Schärfen einiges zu beachten, deshalb sollte am besten ein Profi diese Aufgabe übernehmen. Vor allem dann, wenn Sie selbst keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Schärfen von Messern haben. Besonders japanische Damastmesser besitzen eine Härte von etwa 60 Rockwell und benötigen deshalb besondere Zuwendung, da die Klinge besonders hart ist, deshalb aber auch leicht brechen kann.

Um ein Messer aus Damaststahl zu schärfen, kommt bei uns von Messer Kaphingst vor allem der PREMIUM-Schliff auf dem Wasserstein zum Einsatz. Denn um eine hohe Schärfe zu erreichen und das Messer vor Beschädigungen durch Überhitzung zu schützen, wird die Klinge während des Schleifens permanent gekühlt. Außerdem wird der korrekte Winkel der Schneide eingehalten.